Case2Class+ NRW: Digitale Bildung neu gedacht

Case2Class+ NRW – Exponentielle Kompetenzvermehrung für Schulen


Audio-Analyse des Konzepts

Warum Case2Class+ NRW?

Digitale Bildungsinitiativen scheitern oft nicht am Willen, sondern an der Umsetzung.

Zu häufig wird bei der Technik angefangen – und nicht beim System.

Das Ergebnis: neue Geräte, alte Probleme.

Case2Class+ NRW setzt hier an:

Wir starten nicht mit einem Tool, sondern mit dem Systemgefühl – also mit dem, was Schulen, Lehrkräfte und Lernende tatsächlich brauchen, um Kompetenzen dauerhaft zu verankern.


Das Ziel

Innerhalb von 6–12 Monaten kann jede teilnehmende Schule in NRW zu einem internen Kompetenzzentrum werden, das:

  • technologie-agnostisch arbeitet (funktioniert mit jedem KI-Tool, das kommt oder geht)
  • menschenorientiert startet (Rollen, Bedürfnisse und Realität im Mittelpunkt)
  • Wissen exponentiell weitergibt (Lehrer:innen bilden Lehrer:innen, Schüler:innen bilden Schüler:innen)
  • prüfungsnah bleibt (Praxisfälle, die sich nahtlos in Lehrpläne integrieren lassen)

Die Methode: Fallbau-Logik

Herzstück von Case2Class+ NRW ist die Fallbau-Logik:

Praxisprojekte aus Wirtschaft und Verwaltung, die gleichzeitig Unterricht und Fortbildung sind.

Beispiele:

  • Prozessoptimierung in einem mittelständischen Unternehmen
  • Nachhaltigkeitsbericht für eine Kommune
  • Automatisierung einer Verwaltungsaufgabe

Besonderheit:

  • Rollenverteilung im Projekt:
    • Fallarchitektin* – entwirft den Praxisfall
    • Peer-Multiplikatorin* – gibt Wissen an andere weiter
    • Dokumentations-Lead – sorgt für Qualität und Transfer

Warum Berufskollegs?

Berufskollegs in NRW sind ideale Startpunkte für dieses Modell:

  • Sie verbinden Schule, Wirtschaft und Verwaltung.
  • Sie haben heterogene Zielgruppen (von Jugendlichen bis zu berufsbegleitend Lernenden).
  • Sie verfügen über etablierte Multiplikator:innen-Strukturen (z. B. über QUA-LiS).

Umsetzung in drei Phasen

1. Pilotphase (6–12 Monate)

  • Auswahl von 2–3 Berufskollegs im Bereich Wirtschaft & Verwaltung
  • Ausbildung erster Multiplikator:innen (Lehrkräfte + Schüler:innen)
  • Aufbau lokaler Fallbibliotheken

2. Multiplikation (12–24 Monate)

  • Bezirksübergreifender Peer-to-Peer-Transfer
  • Austausch von Fallbibliotheken zwischen Schulen
  • Einbindung weiterer Bildungsgänge

3. Landesweite Abdeckung (ab 24 Monate)

  • Roll-out auf weitere Schulformen
  • Integration in die Digitalstrategie NRW
  • Stärkung der Schulen als dauerhafte Kompetenzzentren

Vorteile für alle Beteiligten

Für Schulen:

  • Nachhaltiger Kompetenzaufbau unabhängig von spezifischen Tools
  • Keine hohen Zusatzkosten für Technik
  • Direkter Nutzen für Unterricht und Schulentwicklung

Für Lehrkräfte:

  • Praxisnahe, sofort umsetzbare Fortbildung
  • Austausch im Kollegium und zwischen Schulen
  • Stärkung der eigenen digitalen Handlungskompetenz

Für Schüler:innen:

  • Arbeit an realen Projekten
  • Stärkung von Problemlöse- und Teamkompetenzen
  • Bessere Vorbereitung auf Anforderungen von Wirtschaft & Verwaltung

Für Politik und Verwaltung:

  • Schnelle, messbare Fortschritte in der digitalen Bildung
  • Beitrag zur Umsetzung der Digitalstrategie NRW
  • Nutzung bestehender Strukturen, statt neue aufzubauen

Ressourcenbedarf

  • Keine exklusiven Toolanschaffungen nötig
  • Zeitkontingente im Deputat für beteiligte Lehrkräfte
  • Formale Unterstützung bei der Auswahl und Begleitung der Pilotschulen

Fazit

Case2Class+ NRW ist kein Tool-Projekt, sondern ein System-Update für Schulen.

Es schafft Strukturen, die unabhängig von technischen Moden funktionieren – und Kompetenzen, die bleiben.


Kontakt:

Nina Lehmann – Projektkoordination Case2Class+ NRW

nina@futurelabburlo.nrw

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