🍽️ Gasthaus oder Generationenhaus?

Warum es in Heek nicht nur um ein Gebäude geht – sondern um kluge Zukunftsgestaltung

Von Lieschen Müller – kostenlose Denkanstöße für klügere Kommunalpolitik

In Heek sorgt ein altes Gasthaus für neuen Zündstoff:

Das Traditionshaus Alfert soll auf Wunsch der Gemeinde reaktiviert werden – als moderne Gaststätte.

Dafür müssten öffentliche Gelder fließen, obwohl eine Studie der DEHOGA ganz klar warnt: wirtschaftlich kaum tragfähig. Gleichzeitig liegt ein Angebot auf dem Tisch, das Gebäude in ein Mehrgenerationenhaus umzuwandeln. Doch dieses wird zurückgestellt.

Als Außenstehende, die nicht vor Ort lebt, maße ich mir keine Meinung für euch an. Aber ich stelle gerne Fragen, öffne Denkräume und lade euch ein, gemeinsam ein klügeres Bild der Lage zu entwickeln. Warum?

Weil Entscheidungen wie diese überall in Deutschland getroffen werden – und wir dabei zu oft in alten Mustern denken.

💡 Fünf Fragen, die ihr euch als Gemeinde stellen könntet

Wem nützt das Projekt – heute, in fünf Jahren, in zwanzig? Will unsere Gemeinde ermöglichen, gestalten oder selbst wirtschaften? Muss es entweder Gastro oder Wohnen sein – oder geht auch beides? Wie sieht Heek 2035 aus – mit oder ohne dieses Haus als Ort der Begegnung? Gab es Raum für andere Ideen – oder stand der Plan von Anfang an fest?

🔍 Vier Szenarien – und was jeweils daraus entstehen könnte

Ich habe vier mögliche Wege skizziert, die euch als Entscheidungsgrundlage dienen können. Jedes Szenario ließe sich mit Bürger*innen simulieren – als kleine Zeitreise:

🅰️ Klassische Gastronomie

Was wäre, wenn das Gasthaus wieder öffnet – modern, neu, aber teuer saniert?

Mehr Vielfalt Attraktives Zentrum – Hohes Risiko (laut Studie) – Betreiber finden & halten?

🅱️ Mehrgenerationenhaus (Investor)

Was wäre, wenn das Gebäude verkauft wird – mit sozialem Wohn- und Begegnungskonzept?

Demografisch sinnvoll Sichere Einnahmen für die Gemeinde – Keine Gastro-Vielfalt – Weniger kommunale Steuerung

🅲 Hybrides Modell

Was wäre, wenn wir beides denken – z. B. eine Co-Kitchen, ein Tagescafé, barrierefreies Wohnen, ein Kulturraum?

Vielfalt der Nutzungen Förderfähig – Komplexe Planung – Mehr Verantwortung für die Gemeinde

🅳 Bürgergenossenschaft

Was wäre, wenn das Dorf selbst entscheidet, was dort passiert – mit breiter Beteiligung und geteiltem Risiko?

Identifikation Demokratische Kontrolle – Abhängig vom Engagement – Finanzierungsbedarf zu Beginn

🧭 Mein Angebot an euch:

Ich helfe euch gern – unentgeltlich – bei der Ausarbeitung aller Szenarien. Gemeinsam könnten wir z. B.:

Simulationen entwickeln, wie jedes Szenario sich anfühlen würde: 2030, 2035, 2040 Zukunftswerkstätten gestalten, in denen ihr euch als Bürger*innen kreativ einbringen könnt Alternative Konzepte skizzieren, z. B. eine Gastronomie mit sozialem Auftrag, eine Bürgergenossenschaft oder ein Co-Living-Modell mit Café

Ihr müsst nicht gleich alles entscheiden. Aber ihr habt das Recht, alles zu durchdenken. Und vielleicht den Mut, mehr zu gestalten als nur ein weiteres Förderprojekt.

📮 Kontakt:

Wenn ihr in Heek lebt und euch beteiligen wollt – schreibt mir!

Ich bin zwar Lieschen Müller, aber manchmal braucht’s genau die. Eine, die von außen fragt:

“Habt ihr euch schon alles erlaubt zu denken?”

👉 mail@lieschenmueller.nrw

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